Rollreffgenuas sind einfach zu trimmen und ein Sicherheitsfaktor für jedes Boot. FRITZ-SEGEL beschäftigt sich seit Langen mit der Herstellung von Rollreffgenuas aller Größen, Ausführungen und Einsatzbereiche. Diese Segel müssen unter allen Umständen halten und immer zum Reffeinsatz bereit sein. Sie sind "Alleskönner", können aber deshalb nichts perfekt. Bei leichtem Wind erwartet man einen ausgezeichneten Stand und bei Schwerwetter um 7 Bft. soll die Genua immer noch keine Miene verziehen - ein unerfüllbarer Job -. Lesen Sie hierzu mehr in unserem detaillierten Text über Rollreffgenuas.

Verstärkungen und Vorlieksdoppelungen:
RR-Genuas werden immer mit zusätzlichen Achterlieks- und Unterlieksverstärkungen, sowie einem Reffvorliek in Tau- oder Schaumausführung gefertigt. Auf Leichtwindrevieren empfiehlt sich der Verzicht auf eine solche Reffaufdopplung zugunsten besserer Segeleigenschaften und mehr Geschwindigkeit. Das Reffen der Genua ist trotzdem genauso möglich, der Anschnitt in gerefftem Zustand ist jedoch etwas schlechter, als mit einer Aufdoppelung.

UV Schutz:
Ein UV-Schutz an Achter- und Unterliek ist empfehlenswert. Besonders auf Yachten, die in südlichen Breiten segeln und tagsüber oft vor Anker liegen. Er schützt die Genua gegen die schädliche UV-Strahlung. Der UV Schutz ist aber keinesfalls ein ausreichender Schutz für Ihr Vorsegel während längerer Liegezeiten im Hafen. Hierfür und auf Binnenrevieren raten wir Ihnen sich als Schutz gegen Schmutz und UV-Strahlung immer eine Vorsegelpersenning mit Verzurrvorrichtung bereitzuhalten, oder Ihr Segel komplett zu bergen. Manche Hersteller von Rollanlagen und auch einzelne Segelmacher suggerieren ihren Kunden gerne, dass mit dem Kauf einer Rollreffanlage mit RR-Genua Ihre Yacht komplett gerüstet ist. Diese Aussage ist nur bedingt richtig. Auf oberbayerischen Seen kann eine RR-Genua mit 150% Größe über die Saison helfen, jedoch sollte eine Sturmfock, die z.B. bei einem Gewittersturm notfalls gesetzt wird, nicht fehlen. Komplizierter wird die Sache auf offenem Wasser. Eine RR-Genua darf, wenn sie noch gut ziehen soll, nur um ca. 30% ihrer Größe sinnvoll gerefft werden. Refft man auf ca. 50% der Gesamtgröße, wird das gerollte Vorliek sehr dick, die Genua zu voll, der Haltepunkt der Genua rutscht weit nach vorne und kann auf der Leitschiene nur noch ungenau eingestellt werden. Daher wird man um eine Genua III kaum herumkommen, möchte man bei Starkwind vernünftig zur See fahren. Eine Sturmfock ist in jedem Falle unerlässlich an Bord.