Genua III und Fock sehen auf den ersten Blick gleich aus. Charakteristisch für beide Segel ist das kurze, bis zum Mast reichende Unterliek (ca. 100%-110% LP), sowie ein langes Vor- und Achterliek.

Sieht man aber genauer hin, wird man feststellen dass die Genua III aus deutlich festerem, schwerem Tuch gefertigt wird, als die Fock. Die Genua III kommt dann zum Einsatz, wenn die Genua I und Genua II Ihre Yacht zu stark krängen und zu viel Abwinde in Ihr Großsegel leiten. Sie ist für Winde über 20 Knoten geschnitten und hat ein deutlich flacheres Profil, als die anderen größeren Vorsegel. Ebenso liegt, entsprechend zur höheren Windstärke, der tiefste Punkt des Profils weiter vorne. Der Segelanschnitt ist damit runder und hilft Ihnen Ihre Yacht bei Welle einfacher an der Windkante zu steuern.

Focks hingegen sind Allroundsegel und finden bei modernen Yachten, aber auch auf Booten, die mit einer Selbstwendeschiene ausgerüstet sind, Verwendung. Bei vielen modernen Yachtkonstruktionen ist es nicht mehr möglich große weit überlappende Genuas zu setzen. Lange stark gepfeilte Salinge und ganz außen an der Bordwand befestigte Oberwanten machen dies unmöglich.
Hier kommen vermehrt schlanke, hohe und sehr effektiv geschnittene Focks mit geringer Überlappung zum Einsatz. Sie können weiter innen geschotet werden und erlauben einen kleineren Anstellwinkel. Ihre Yacht läuft dadurch höher am Wind.
Die Profilierung einer Fock hat nichts mit den flachen Genua III Profilen gemeinsam. Viel mehr ähnelt sie denen einer Allround Genua. Zum Erzielen maximaler Segelfläche kann das Achterliek der Fock gerade geschnitten oder sogar positiv überrundet werden. Einen sauberen Stand gewährleisten Latten im Achterliek. Parallel zum Vorliek angeordnet, ermöglichen sie es die Fock um das Vorstag aufzurollen.