Bei Leechbatten, oder auch als Kurzlatten bezeichneten Segellatten, handelt es sich um die Grundversion aller Segellatten.
Je nach Segelgröße kommen 2, 3 oder 4 Segellatten zum Einsatz, die zumeist rechtwinklig zur Achterliekssehne angeordnet sind und das Achterliek in gleiche Segmente teilen. Die Länge der Latten richtet sich nach der jeweiligen, zu stützenden Überrundung (Roach) des Achterlieks und der Unterlieklänge des Segels.
Leechbatten finden nach wie vor sehr häufig bei Dacron Cruising Segel Verwendung, sowie bei vielen Regatta-Einheitsklassen (One-Design), wo Klassenregeln deren Verwendung zwingend vorschreiben. Bei Regatta-Klassen werden Leechbatten oftmals, falls erlaubt, auch im Achterliek von Focks eingesetzt (Star, Folkeboot, H-Boot). Die Latten helfen auch hier die Segelfläche zu vergrößern, die Aerodynamik zu verbessern und eventuell auftretendes Killen des Achterlieks zu vermeiden. Eigner von Classic Yachten mit Holzmasten, die keine Mastrutscher verwenden, sollten unbedingt Leechbatten- Segel wählen, um Ihren Mast vor dem Scheuern durchgehender Latten zu schützen.


Vorteile:
  • Da die Latten nicht bis an den Mast reichen und sich dort nicht abstützen, können Sie auf kostenintensive Mastrutscher-Systeme verzichten. Einfache PVC Mastrutscher garantieren Ihnen problemloses Setzen und Bergen Ihres Großsegels.
  • Abhängig von Rigg, Revier und Ansprüche der Segler lassen sich Segel mit Leechbatten, besonders für Leichtwetter voller und mit mehr Twist designen. Dies macht Ihr Großsegel bei diesen Bedingungen effizienter und einfacher trimmbar.
  • Das Leechbatten-Großsegel kann Platz sparend verstaut werden.
  • Die Anschaffung eines Leechbatten-Großsegels ist kostengünstig.